UDK- und TU Berlin Projekte in der BHR OX bauhaus reuse am Ernst-Reuter-Platz.

Der Ernst-Reuter-Platz gehört nicht nur zu einem der bekanntesten und historisch relevantesten Plätze in Berlin, sondern verbindet die UDK und TU-Berlin auch geografisch. Im ersten digitalen Hochschulsemester widmeten beide Universitäten dem Platz Seminare. Höchste Zeit also für uns einen weiteren Einblick in die digitale Lehre zu geben.

In den Seminaren der UdK Berlin und der TU Berlin in Kooperation mit dem BHR OX bauhaus reuse wurde von den Studierenden zu den Themen Landschaftsgestaltung in Verbindung mit Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung gestaltet und geforscht. Dabei spielte insbesondere die BHR OX bauhaus reuse—die während des Seminars auf der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platzes als öffentliches Labor fungierte— eine zentrale Rolle.

Die gläserne Box, ist ein Projekt, das in Kooperation mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf initiiert wurde, setzt sich mit dem Wiederverwenden und weiterdenken aus materiellen sowie sozial- und kulturellen Sichtweisen auseinander um Leitbilder der Moderne zu entwickeln. Die Box befindet sich auf der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platzes und stellt ein öffentliches Zentrum und Stadtlabor für Bildung und Forschung dar. Zu den Unterstützern & Programm-Partnern gehören unter anderem die Stiftung Bauhaus Dessau, die Bundeszentrale für politische Bildung und das Goethe-Institut.

Die zwei Seminare an der UdK unter dem Titel „Stadtraum Freiraum Denkraum“ mit dem Fachgebiet Gartenkultur und Freiraumentwicklung und an der TU Berlin als interdisziplinäres Angebot mit den Fachgebieten Fachdidaktik in der Landschaftsgestaltung sowie Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung wurden aus dem BHR OX bauhaus reuse welche den Studierenden als (Einzel-)Arbeitsraum vor Ort zur Verfügung gestellt wurde gestreamt.

Das Entwurfsseminar des Fachgebiet Gartenkultur und Freiraumentwicklung an der UdK Berlin gefasste sich unter dem Titel „Stadtraum Freiraum Denkraum“ mit dem Ernst-Reuter-Platz. Trotz der aktuellen Krise, konnte das Seminar mit Ortsbezug stattfinden, so arbeiteten die Studierenden sowohl von zuhause als auch einzeln in der BHR OX bauhaus reuse. In der fünften Semesterwoche stand der Raum zum experimentieren zur Verfügung. Aus dem Arbeitsraum konnten Inhalte zu Paradigmen der Landschaftsarchitektur und des Städtebaus in der Nachkriegszeit direkt vom Ernst-Reuter Platz gestreamt werden. Es wurden die räumlichen Qualitäten untersucht und nach einer räumlichen Intervention gesucht, die trotzdem in Relation zu der historischen Bedeutung des Platz stehen. Zu Beginn des UdK-Seminars wurde der Platz städteräumlich analysiert und mit verschiedenen gestalterischen Übungen erforscht. Aufbauend darauf erfolgte der Kern der Entwurfsarbeit. Die fertigen Entwürfe sollen—soweit möglich— in einer Ausstellung im BHR OX bauhaus reuse am Ernst-Reuter-Platz präsentiert werden.

Das interdisziplinäre Seminar der Fachgebiete Fachdidaktik in der Landschaftsgestaltung sowie Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung der TU Berlin fand ebenfalls in Kooperation mit dem BHR OX bauhaus reuse statt. Das Seminar fand wie das UdK-Seminar online sowie allein aus dem bauhaus reuse statt. In der Lehrveranstaltung wurde die Erhaltung und Entwicklung der Platzgestaltung und insbesondere die der Mittelinsel untersucht. Die Studierenden befassten sich mit den Schwerpunkten Landschaftsgestaltung und gartenbauliche Konzeption, dabei wurde insbesondere die Vegetation und Pflanzenverwendung analysiert und herausgearbeitet welche Lösungen in Verträglichkeit mit dem Denkmalschutz gesucht. Hier wurden auch Lösungen mit Fussgängerfreundlichen überirdischen Querungen gesucht. im letzten Arbeitsschritt wurden die Lehr- und Lerninhalte ausgearbeitet, die auch in einer digitalen Ausstellung zur Entwicklung des Platzes präsentiert werden sollen und zum Seminarende von den Studierenden in Präsentationsformaten referiert werden.

Weitere Informationen zu den Seminaren an der UDK gibt es hier und an der TU hier mehr zur BHR OX bauhaus reuse am Ernst-Reuter-Platz gibt es hier.

–Tanita

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