Performing Arts Festival Berlin

Foto: Paula Reissig

Foto: Paula Reissig

Das stadtweite Performing Arts Festival Berlin zeigt vom 25. bis 30. Mai 2021 über 60 Produktionen aus allen Genres der freien darstellenden Künste. Eine Woche lang bildet die sechste Ausgabe des Festival, das jährlich vom LAFT – Landesverband freie darstellende Künste Berlin e.V. veranstaltet wird, u.a. mit künstlerischen Arbeiten aus Performance, Tanz, Musiktheater, Figuren- und Objekttheater, zeitgenössischem Zirkus sowie Kinder- und Jugendtheater die Vielfalt der Freien Szene ab. Digitale und hybride Formate, Audiowalkds und Open-Air-Veranstaltungen laden zum Erkunden der Stadt und zu pandemiesicheren Begegnungen im digitalen Raum ein. 

Im Programm der Szene präsentiert sich eine lebendige Freie Szene, die neue künstlerische Räume erobert. Mit »Introducing...« bietet das Festival ausgewählte Newcomer*innen eine Plattform, während PAF Campus Studierende verschiedener Berliner Hochschulen dazu einlädt, Arbeiten zu erkunden, deren. integraler Bestandteil das Digitale ist. Der PAF & friedns Besuch ermöglicht den Austausch mit Künstler*innen von sechs Partnerfestivals aus anderen Bundesländern ebeneso trofft sich das europäische Festival NEtzwerk »Bridging the Scenes« und mit dem »PAF Radio« können interessierte trotz Pandemie tief in die Hintergründe der Freien Szene eintauchen. 

Das Opening der Festivalwoche wird live aus dem Chamäleon Theater digital übertragen. Abhängig von der pandemischen Entwicklung ist ein Open-Air-Festival-Garten im Circus Schatzinsel für Gäste und das Publikum geplant. Täglich werden hier ausgewählte Veranstaltungen als Public Viewing oder Angebote für das Fachpublikum vor Ort angeboten. 

Das Herzstück des Festivals bildet das »Programm der Szene«, in dem sich eine lebendige und solidarisch kämpfende Freie Szene präsentiert, die neue künstlerische Räume erfindet, erprobt und erobert. Die große Vielfalt der Szene zeigt sich in den Einreichungen der freien Spielstätten gemeinsam mit Künstler*innen und Gruppen. Die räumliche Trennung vom Publikum und der kontinuierlich strömende digital Kontakt provozieren andere Handlungsräume. Selten hat sich der kollektive Köroer so sehr nach Kontakt und Berührung gesehnt. Diese Sehnsucht spiegelt sich in der Wandelbarkeit, Leuchtkraft und Fagilität eines Programmes wider, das fragt: Wie sieht er aus, der Raum, in dem wir leben? 

Mit »Introducing...« bietet das Festival Newcomer*innen der Freien Szene in Berlin eine Plattform. Vorgestellt werden Produktionen, die mit den Bedingungen der Pandemie kreativ umgehen und neue künstlerische Wege finden, um Publikum und Mitwirkende sicher in Kontak bringen. Gemeinsam mit Ballhaus Ost, HAU Hebbel am Ufer, Sopiehnsaele und TD Berlin werden ausgewählte Produktionen präsentiert und die Nachwuchs-Künstler*innen mit Beratung und Austausch bei ihrer Arbeit begleitet. Die Auswahl aus 94 Bewerbungen wurd im April 2021 bekanntgegeben. 

Auf der »Audio-Spielstättentour« kann das interessierte Publikum die vielfältigen Orte der Freien Szene kennenlernen. Die Audiotour vermittelt einen Eindruck, wie es sich anfühlt, hinter geschlossenen Türen und ohne Publikum zu arbeiten. Die einzelnen Beiträgen können sowohl direkt vor Ort bei den Spielstätten, beim Spaziergang zwischen den Orten als auch online auf der Festival-Website gehört werden. Auch mit dem »PAF Radio« bietet das Festival jeden Morgen spannende Hörerlebnisse mit Berichten, Anekdoten und Ausblicken in den anstehenden Festival-Tag. 

Studierende des Bard College Berlin, der Freien Universität Berlin, des Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Universität der Künste Berlin haben im Rahmen des PAF Campus die Möglichkeit, das Festival, sein Programm und die verschiedenen SPielorte der Freien Szene zu entdecken. Dabei stehen Projekte im Fokus, die die Digitalität ganz explizit zur Bedingung ihrer Ästhetik machen und in denen Digitales integraler Bestandteil des Wirkens ist. 

Beim »PAF & friends Besuch« werden Künstler*innen aus der Regionen von sechs Partnerfestivals eingeladen. Festivalfirends ist eine gemeinsame Initiative des Verbundes regionaler Festivals der freien darstellenden Künste, bestehend aus Performing Arts Festival (Berlin), 6 tage frei (Stuttgart, Baden-Württemberg), Hauptsache Frei (Hamburg), RODEO (München), FAVORITEN (Dortmund, Nordrhein-Westfalen) und IMPLANTIEREN (Frankfurt am Main, Rhein-Main-Region). 

Das europäische Fesitval Netzwerk »Bridging the Scenes« verbindet das PAF Berlin mit dem ACT Festival for Independent Theater in Sofia, dem Malá Inventura Fesitval in Prag und dem Selected Works Festival in Kopenhagen. Im Fokus des Netzwerktreffens stehen Fragen der internationalen Mobilität, der Sichtbarkeit von Künstler*innen und der Publikumsgewinnung. 

In der Publikation »Andere Räume«, die seit Mitte April im Verlag »Theater der Zeit« erhältlich ist, werden 33 der Berliner Spielstätten portraitert. Damit unternehmen die Herausgeber*innen einen ersten Versuch, die freien Räume für die darstellenden Künste in ihrer Unterschiedlichkeit abzubilden. 

Alle Pläne sind unter allen möglichen Bedingungen deer Pandemie-Bekämpfung umsetzbar, sei es analog unter veränderten Schutzauflagen, rein digital oder auch hybrid dazwischen. Nicht die Form bestimmt den Inhalt. 

Der Ticketverkauf läuft über die Spielstätten, weitere Informationen und das Programm findet sich hier

 

 

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