Paradiesgarten

© Prada

Studierende der Universität der Künste Berlin haben anlässlich der Weltausstellung zum 500. Reformationsjubiläum in Wittenberg den Torraum »Kultur« gestaltet. Mit ihrem Entwurf »Paradiesgarten« konnten sie die Jury überzeugen und gewannen den studentischen Wettbewerb »Tore der Freiheit«. Am 20. Mai wurden mit der Eröffnung der Weltausstellung alle sieben Tore eingeweiht.

Einen paradiesischen, scheinbar unerreichbaren Ort erschaffen – das war das Ziel der Architekturstudierenden der UdK Berlin. Zwischen den anderen sechs »Toren der Freiheit«, die jeweils anhand eines anderen Bereichs zum Thema Reformation gestaltet wurden, findet man die Installation mit dem Titel »Paradiesgarten«. Hier trifft man auf einen Sehnsuchtsort in Form einer ökologischen Kunstinstallation, die aus zwei Komponenten besteht: Einen Garten und eine Stadt. Der Garten befindet sich hängend über Kompostsilos, die sich zu einer Stadt formen. Durch die Zersetzung von organischem Material entsteht ein Mikroklima, das den Lebensraum für Pflanzen erschafft, die ohne die Installation nicht gedeihen würden. Zusätzlich wird das Beet in einen warmen Nebel gehüllt, der das malerische Bild eines märchenhaften Zufluchtsortes abrundet. Die Kunstinstallation übersetzt Kultur in einen Prozess von Werden und Vergehen, dem wir alle unterworfen sind – trotzdem will sie sagen, dass man immer auch Raum zum Gestalten und Intervenieren hat.

Noch bis zum 20. September kann man den Paradiesgarten im Stadtpark Wittenberg gegenüber der Schlosswiese bewundern.

»Paradiesgarten« ist eine Kooperation der Fachgebiete Konstruktives Entwerfen und Tragwerksplanung und Plastische und Räumliche Darstellung des Studiengangs Architektur der UdK Berlin, betreut von Prof. Christoph Gengnagel, Prof. Alexandra Ranner, Dörte Meyer, M.A., Dipl. Ing. Julian Pommer und Clemens Waldhart, M.A..

– Lina